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Kinderpendler: Chancen und Probleme

Mama wohnt in Berlin. Papa in München. Die Kleinen pendeln. Psychologe Michael W. Bzufka erklärt, wie sich das auf ihre Entwicklung auswirken kann. Er sieht Probleme und Chancen für die Kinder. Von Anne Weißschädel.

Michael W. Bzufka ist Kinderpsychologe an der DRK Klinik Berlin Westend Michael W. Bzufka ist leitender Psychologe in der Kinder und Jugendpsychiatrie der DRK Klinik Westend in Berlin. Seine Patienten kommen hauptsächlich wegen Entwicklungsstörungen zu ihm.
Foto: privat
Welche Probleme kann das regelmäßige Pendeln bei Kindern auslösen?

  • Konzentrationsschwäche und Schulprobleme: Wenn Kinder so oft unterwegs sind, pendeln auch die Gedanken zwischen den verschiedenen Orten hin und her. Dann fangen sie beispielsweise oft Dinge an und lassen sie schnell wieder liegen. Insgesamt sind die Kinder nicht so belastbar. Sie verwenden einen großen Teil ihrer Kraft auf die ständige Umstellung.
  • Ängste: Kinder, die pendeln, können Ängste entwickeln. Sie sind unsicher, weil sie an verschiedenen Orten leben. Oder wenn sich die getrennt lebenden Eltern untereinander nicht richtig absprechen. Das kann eine bereits vorhandene Angst, zum Beispiel vor Hunden, verstärken.
  • Stubenhocker-Phänomen: Die Kinder müssen sich immer wieder neu auf einen Ort oder eine Personen einstellen. Das kann sie überfordern und sie werden zu Stubenhockern. Die Kinder ziehen sich zurück und erfinden Ausreden, um zu Hause zu bleiben.
Was können Kinder durch das häufige Pendeln lernen?

  • Selbständigkeit: Die Kinder sind oft alleine unterwegs, gewöhnen sich an die Situation und werden dadurch selbständiger. Die Kinder trauen sich eher, einen Fremden nach dem Weg zu fragen oder können sich besser orientieren.
  • Menschenkenntnis: Kinder, die viel pendeln, lernen mehr Menschen kennen. Dadurch können sie ihr Gegenüber oft besser einschätzen als andere Gleichaltrige.
  • Soziale Kompetenzen: Die Kinder bewegen sich selbst besser in der Gesellschaft. Dadurch, dass sie sich oft auf neue Situationen einstellen müssen, können sie auch gut mit den Menschen umgehen.
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<td><a href=”http://mobilitaet.journalisten-akademie.com/wp-content/uploads/2009/08/Artikelbild-Interview-Paartherapeut.jpg”><em><strong> </strong></em></a><em><strong><a href=”http://mobilitaet.journalisten-akademie.com/wp-content/uploads/2009/08/Artikelbild-Paartherapeut-300×200.jpg”><img class=”size-full wp-image-391 alignnone” title=”Artikelbild Paartherapeut 300×200″ src=”http://mobilitaet.journalisten-akademie.com/wp-content/uploads/2009/08/Artikelbild-Paartherapeut-300×200.jpg” alt=”Artikelbild Paartherapeut 300×200″ width=”300″ height=”200″ /></a></strong></em></td>
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<td><span style=”font-size: x-small;”>Sonntagabend: Ein Pärchen verabschiedet sich am Bahnhof. <em>Foto: XXX</em></span></td>
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